Wenn in unserer westlichen Denkweise ja/nein, entweder/oder die Grundlagen sind, so ist es in der östlichen Welt das sowohl/als auch des Yin - Yang Konzeptes.
Das Yin-Yang-Konzept befasst sich mit der Lehre der gegensätzlichen, sich jedoch ergänzenden Kräfte. Yin und Yang stellen zwei polare Urkräfte dar, die einander nähren und fördern, kontrollieren, stützen und einander durchdringen. Eines kann ohne das andere nicht existieren. Yin repräsentiert mehr das Materielle, Stoffliche, Yang das Energetische, Bewegende.
Die Selbstheilungsfunktion des Organismus bemüht sich erfolgreich, ein ausgewogenes Verhältnis von Lebenssaft (Yin) und Lebenskraft (Yang) aufrecht zu erhalten.
 
Solange diese beiden Eigenschaften im Gleichgewicht sind, bleiben Körper und Geist gesund. Wird eine der beiden Kräfte jedoch übermässig stark oder zu schwach, führt das zu einem Ungleichgewicht und der Mensch wird krank.
Wie das untenstehende Yin-Yang Symbol zeigt, gehen die beiden Formen ineinander über. Die eine ist die Bedingung der anderen. Wird die eine dauerhaft geschwächt, nimmt die andere überhand. Die scheinbar entgegengesetzten Pole schliessen sich also nicht gegenseitig aus, sondern sie sind nur die zwei Seiten derselben Sache.

YANG

Tag, Sonne, Helligkeit

männlich

Wärme, Hitze, Trockenheit

Qi (Energie), Wärme, Shen (Bewusstsein)

aufsteigende Bewegung

zerstreuend

Aktivität, Bewegung

Fülle

oben

Sommer

                                    YIN 

Nacht, Mond, Finsternis

weiblich

Kühle, Kälte, Feuchtigkeit

Blut, Körpersäfte, Essenz (Jing)

absteigende Bewegung, zusammenziehend

Passivität, Ruhe

Leere

unten

Winter